Galerie Günter Puhze
Kunst der Antike

Objekt: C 7196

Statuette der Venus

Römisch, 2. Jh. n. Chr.

Massiver Bronzeguss mit schöner, grünbrauner Patina mit roten Sprenkeln. Sehr attraktive Statuette der nackten Venus als in den Spiegel Schauende. Sie steht aufrecht auf einem runden Sockel von konkaver Form auf ihrem rechten Bein. Das linke Bein hat sie leicht angewinkelt und den Fuß etwas zurückgesetzt, so dass nur die Zehenspitze den Sockel berührt. Ihr Kopf ist leicht nach links geneigt. Sie hat ein ovales Gesicht mit ausgeprägten Lippen und zartem Lächeln. Die Pupillen der Augen sind angeben. Ihre langen welligen, in der Mitte gescheitelten Haare sind im Nacken zu einem Knoten gebunden. Sie trägt ein großes Diadem bestehend aus fünf Palmetten mit geritzten Motiven. Auf der mittleren Palmette könnte eine Isiskrone gewesen sein. In der Hand ihres linken, angewinkelten Armes hält sie den Griff eines mit sieben Zacken verzierten Spiegels. Ihre rechte, geöffnete Hand hat sie bis zur Höhe der Schulter erhoben. Die Handinnenfläche zeigt zum Betrachter. Zwischen Daumen und Zeigefinger hielt sie wahrscheinlich einen weiteren Gegenstand.                

Die Figur und der Sockel sind ungebrochen. Im 19. Jahrhundert wurden sie mit Messingschrauben neu verbunden. Ebenfalls wurden für den geraden Stand der Raum unter dem rechten Fuß sowie das Innere des Sockels mit Gips aufgefüllt. Der halbe rechte kleine Finger fehlt.

 

Vgl. The British Museum Nr. EA32584   

 

 

Publiziert:

A. de Ridder, Collection de Clercq, tome III, Les bronzes, Paris 1905, nº 108        

   

Provenienz:

Sammlung Louis de Clercq (1836-1901), Frankreich, erworben 1868.      

 

H 28 cm

Preis auf Anfrage