Galerie Günter Puhze
Kunst der Antike

Objekt: 7185

Glockenkrater

Apulisch, um 380 v. Chr.

Ton, schwarzer Firnis, Deckweiß. Rotfiguriger Glockenkrater mit einem umlaufenden Band aus Wellenmuster unterhalb der Bildszenen und einem Band mit Lorbeerblättern unterhalb des Randes, sowie Palmetten unterhalb der Henkel. Am Fuß zwei tongrundige Linien.
Seite A: In der Mitte des Bildfeldes eine sitzende Aphrodite im langen gegürteten Chiton, einem weißen Diadem im langen, offenen gelockten Haar, Halskette und Armreifen. In ihrer linken Hand hält sie einen Spiegel. Zu ihrer rechten Seite steht ein Eros mit großen Flügeln. Seine Haare sind am Hinterkopf mit einem Tuch, das mit weißen Punkten verziert ist, zusammengebunden. Er ist reich geschmückt mit einer langen Kette um den Oberkörper, um die Hüften und um den rechten Oberschenkel. Außerdem einen Reif um die rechte Wade und Armreifen. In seiner rechten Hand hält er ein Tamburin und in seiner linken eine Patera. Links von Aphrodite steht ein unbekleideter Pan mit Schwanz und weißen Ziegenhörnern. Er trägt im kurzen lockigen Haar einen Kranz, der durch weiße Punkte dargestellt ist. In seiner rechten Hand trägt er eine große verzierte Kiste und in seiner linken einen Kranz. In der Szene mehrere Rosetten und Efeublätter, sowie gepunktete Linien.
Seite B: Zwei sich gegenüberstehende Manteljünglinge mit je einem Stab in der ausgestreckten Hand. Zwischen ihnen eine Palmette und eine hängende Tänie. Je eine Rosette hinter ihren Köpfen. Gefäßkörper intakt, Rand zusammengesetzt.

Publiziert:
Auktionskatalog 324. Nagel Kunstauktion, 27. – 29. September 1988, Lot 4992  

Vgl. The British Museum no. 1867,0508.1300 

Provenienz:  
Süddeutsche Privatsammlung Dr. K., erworben 1988 bei Stuttgarter Kunstauktionshaus Dr. Fritz Nagel.

H 34 cm

Preis € 6.800