Galerie Günter Puhze
Kunst der Antike

Objekt: 7261

Helm

Apulisch-korinthisch, 5. Jh. v. Chr.

Bronze mit sehr schöner, rotbrauner Patina. Helm mit reichhaltiger, seltener Ritzgravur, niedriger, abgesetzter Kalotte, profiliertem Stirngiebel und waagrechtem Nackenschutz. Das Gesichtsfeld mit kleinen Augenausschnitten und kräftigem Nasenschutz ist am Rand mit drei parallel verlaufenden, gravierten Linien verziert. Auf der Stirn Augenbrauen nachahmende, geschwungene Linien mit Punkten. Am „Haaransatz“ stilisierte Ringellocken mit Punkten. Auf der Stirn eine Lotusblüte. Die Kalotte ist verziert mit einer Palmette. Auf der Mitte der Kalotte Reste einer Niete für die Helmbuschgabel, davon rechts und links je ein rechteckiger Bügel, der mit zwei Nieten befestigt ist. Seitlich ein Loch zur Kinnriemenbefestigung und an den Wangenschirmen ebenfalls je ein Loch.
Helm mit sehr schöner Verzierung einer wenig geläufigen Form dieses apulisch-korinthischen Typs. Risse gefestigt mit Ergänzungen an der Kalotte, am Rand und am Nackenschutz.

Publiziert: Katalog Kunst der Antike 18, Freiburg im Breisgau 2004, Nr. 45
Auktionskatalog Pierre Bergé & Associés, 28. April 2007, Lot 828 

Vgl.    Antike Helme, Mainz 1988, S. 100, Abb. 47
The Metropolitan Museum of Art Nr. 2003.407.5 und 2003.407.4

Provenienz: Sammlung Pierre Bergé (1930-2017). Davor belgische Sammlung, vor 2003.

H 18 cm

Preis auf Anfrage