Galerie Günter Puhze
Kunst der Antike

Objekt: 7302

Venus Pudica

Römisch, 1. – 2. Jh. n. Chr.

Feinkristalliner, weißer Inselmarmor mit rötlichem Sinter, rote Farbreste an den Lippen.
Statuette der nackten Venus im Bildschema des Pudica-Typus in der Art der Aphrodite von Knidos. Die Göttin bereitet sich auf das rituelle Bad vor. Sie hält mit ihrer rechten Hand einen Bausch ihres herabfallenden Gewandes vor ihre Scham. In ihrer linken hält sie einen Bausch des restlichen Gewandes, welches eine am Boden stehende Vase teilweise bedeckt.
Die Göttin steht leicht vorgebeugt auf dem rechten Bein und hat das entlastete, linke Spielbein etwas angewinkelt. Sie erscheint in dichter Beinstellung. Der linke Oberschenkel ist etwas nach vorne gehalten. Den Kopf hat sie leicht nach links gewendet. Ihr langes Haar ist in Wellen seitlich zum Hinterkopf geführt und ist im Nacken zu einem Knoten gebunden.
Am Hals geklebt, das Gewand ist seitlich und auf der Rückseite stark versintert. Ein altes Sammlungslabel auf der Rückseite.  

Publiziert: A. de Ridder, Catalogue Collection de Clercq, Tome IV, Les Marbres, les Vases peints et les Ivoires, Paris 1906, no. 8  

Provenienz:    
Sammlung Louis de Clercq (1836-1901), Frankreich.
Sammlung N. K. (1910-1996), Paris und Genf.

H 30 cm

Preis auf Anfrage