Galerie Günter Puhze
Kunst der Antike

Objekt: 6398 C

Gabenträgerin

1. Zwischenzeit bis frühes Mittleres Reich, 11./12. Dynastie, um 2150–1950 v. Chr.

Sykomorenholz mit Resten einer farbigen Fassung sowie von Vergoldung an der Perücke.
Ausgesprochen große und attraktive Figur einer ägyptischen Dienerin, die dem Verstorbenen einen Korb mit Lebensmitteln herbei trug. Die aufrecht stehende, schlanke, dunkelhäutige Figur einer Dienerin in Schrittstellung mit vorgestrecktem linkem Bein, trägt ein langes, eng anliegendes Kleid. Um den Hals schmiegt sich ein dreireihiger Schmuckkragen. Auf dem Haupt trägt sie eine dreiteilige vergoldete Perücke. Die Augen waren zudem in einem anderen Material eingelegt und verliehen der Figur ein lebendiges Antlitz.
Figuren von Gabenbringerinnen, die einen Korb auf dem Haupt tragen und zuweilen Geflügel in der Hand halten, waren sehr beliebt. Ihre rundplastische Umsetzung erfolgte im Zuge der Anfertigung von Holzmodellen in der 1. Zwischenzeit. Sie sollten die Versorgung des Verstorbenen im Jenseits absichern.
Die Statue ist aus mehreren Teilen gefertigt worden. Der Korb auf dem Haupt und der linke Arm, der ihn festhielt, sind verloren, aber aufgrund der vorhanden Spuren (Zapfloch auf Haupt) sicher zu ergänzen. Der rechte Arm ist zusammengesetzt und wieder angesetzt. Die Augeneinlagen fehlen.

Publiziert
Katalog – Sammlung Holger Termer, Kunst der Antike 1, Hamburg 1978, Nr. 1 - mit ausführlicher Expertise von Prof. H. Altenmüller

Provenienz
Deutsche Privatsammlung, erworben 1978.

 

H Figur 76 cm    H mit Zapfen 82 cm

 

 

Preis auf Anfrage